Glossar
Pausenregelung
Gesetzliche Regelung der Ruhepausen...

Nach dem allgemeinen Sprachgebrauch liegt eine Pause vor, wenn die Arbeit unterbrochen wird. Gesetzlich geregelt ist nur die Ruhepause (§ 4 ArbZG; § 11 JArbSchG). Die Ruhepause soll der Erholung und der Einnahme von Mahlzeiten dienen und damit den Arbeitnehmer vor körperlicher und geistiger Überforderung schützen. Nicht jede Arbeitszeitunterbrechung ist eine Pause im rechtlichen Sinne. Die gesetzlichen Anforderungen sind nur dann erfüllt, wenn der Arbeitnehmer weder Arbeit zu leisten noch sich dafür bereit zu halten hat. Gemäß § 4 ArbZG ist bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden bis zu neun Stunden die Arbeit durch eine im Voraus feststehende Ruhepause von mindestens 30 Minuten, und bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt, spätestens nach sechs Stunden, durch eine solche von 45 Minuten zu unterbrechen. Die Ruhepausen können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Gemäß § 11 JArbSchG müssen Jugendlichen im Voraus feststehende Ruhepausen von angemessener Dauer gewährt werden und mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb bis zu sechs Stunden und mindestens 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden betragen, wobei als Ruhepause nur eine Arbeitsunterbrechung von mindestens 15 Minuten gilt. Länger als viereinhalb Stunden hintereinander dürfen Jugendliche nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden. Der Arbeitnehmer ist in seiner Entscheidung, wo und wie er die Pause verbringt, frei. Existiert ein Betriebsrat, so hat dieser bei der Festlegung der Pausen ein erzwingbares Mitbestimmungsrecht gemäß § 87 Abs. 1  Nr. 2 BetrVG.