Glossar
Qualifiziertes Zeugnis
Das qualifizierte Zeugnis beinhaltet auch Aussagen zur Führung und Leistung des Arbeitnehmers...

Der Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis war bis zum 31.12.2002 in § 630 BGB geregelt. Seit dem 01.01.2003 ist § 109 GewO die maßgebliche Rechtsgrundlage. Im Gegensatz zum einfachen Zeugnis, welches sich nur auf die Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses bezieht, beinhaltet das qualifizierte Zeugnis auch Aussagen zur Führung und zur Leistung des Arbeitnehmers. Aus § 109 GewO ergibt sich, dass der  Arbeitnehmer die Wahl hat, ob er vom Arbeitgeber ein einfaches oder ein qualifiziertes Zeugnis verlangen möchte. Gemäß § 109 Abs. 2 GewO muss das Zeugnis klar und verständlich formuliert sein und darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen. Der gesetzlich geschuldete Inhalt des Zeugnisses bestimmt sich nach den mit ihm verfolgten Zwecken. Das Zeugnis dient dem Arbeitnehmer regelmäßig als Bewerbungsunterlage und ist insoweit Dritten, insbesondere möglichen künftigen Arbeitgebern, Grundlage für ihre Personalauswahl. Das Zeugnis soll einerseits die zukünftigen Chancen des Arbeitnehmers nicht beeinträchtigen und deshalb vom verständigen Wohlwollen des Arbeitgebers getragen sein. Auf der anderen Seite muss das Zeugnis die Wahrheit widerspiegeln. Unzulässig ist es, einen Arbeitnehmer im Zeugnis richtiggehend zu benoten. Um dieses Gebot zu umgehen, greifen viele Arbeitgeber zu bestimmten Klauseln.