Glossar
Abfindung
Zahlung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer zwecks Beendigung des Arbeitsverhältnisses...

Als Abfindung wird regelmäßig eine Zahlung bezeichnet, die der Arbeitgeber an den Arbeitnehmer zwecks Beendigung des Arbeitsverhältnisses zahlt. Gesetzliche Abfindungsansprüche gibt es in Deutschland grundsätzlich nicht. Abfindungen unterliegen regelmäßig der freien Parteivereinbarung.

Abfindungen müssen sich grundsätzlich am Gleichbehandlungsgrundsatz ausrichten. Die Zahlung einer vereinbarten Abfindung darf grundsätzlich davon abhängig gemacht werden, dass der Arbeitnehmer keine Klage gegen die Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhebt.

Abfindungen werden regelmäßig in einem Aufhebungsvertrag oder in einem Abwicklungsvertrag vereinbart, welcher geschlossen wird, wenn das Arbeitsverhältnis bereits gekündigt wurde und nur noch die Abwicklungsmodalitäten festgelegt werden.

Neben freiwillig vereinbarten Abfindungen gibt es grundsätzlich noch in Sozialplänen vorgesehene Abfindungen, Abfindungen bei Nachteilsausgleich und Abfindungen  im Kündigungsschutzgesetz. Abfindungen nach dem Kündigungsschutzgesetz gibt es nach § 1a KSchG im Falle betriebsbedingter Kündigungen, wenn der Arbeitgeber darauf hinweist, dass dem Arbeitnehmer im Falle der Nichterhebung einer Kündigungsschutzklage ein Abfindungsanspruch zusteht. Des weiteren besteht ein Abfindungsanspruch, wenn der Arbeitnehmer die Kündigungsschutzklage zuvor gewinnen würde, eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jedoch nicht mehr zu erwarten ist und deshalb das Arbeitsverhältnis nach einem Auflösungsantrag durch das Gericht beendet wird.

Die Höhe einer Abfindung hängt sowohl aus Arbeitgeber- als auch aus Arbeitnehmersicht zumeist von den Gründen ab, die der angestrebten Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugrunde liegen als auch dem jeweiligen "Verhandlungsgeschick" der Beteiligten.