Glossar
Sperrzeit
Zeitraum ohne Anspruch auf Leistungen der Bundesagentur für Arbeit (Arbeitslosengeld) wegen versicherungswidrigem Verhalten...

Unter Sperrzeit versteht man den Zeitraum, für den der Anspruch auf Leistungen der Bundesagentur für Arbeit (Arbeitslosengeld) wegen versicherungswidrigem Verhalten ausgeschlossen ist. Die Dauer der Sperrzeit variiert von einer Woche bis zu zwölf Wochen (geregelt in § 144 SGB III).

Eine Sperrzeit droht dem Arbeitnehmer insbesondere dann, wenn er sein Arbeitsverhältnis ohne wichtigen Grund selbst gelöst hat (beispielsweise durch Abschluss eines Aufhebungsvertrages oder Ausspruch einer Kündigung) oder durch sein Verhalten Anlass zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat (Stichwort: verhaltensbedingte Kündigung). Sperrzeiten kommen auch in Betracht, wenn der Arbeitssuchende sich weigert, an beruflichen Eingliederungsmaßnahmen teilzunehmen oder zumutbare Arbeitsangebote ablehnt.

Die Sperrzeit ist nicht zu verwechseln mit der sog. Ruhenszeit. Während einer reinen Ruhenszeit ruht der Anspruch auf Leistungsgewährung. Die Ruhenszeiten werden allerdings an die Gesamtbezugsdauer angehängt, was zur Folge hat, dass sich der Gesamtanspruch lediglich zeitlich nach hinten verschiebt. Im Falle einer Sperrzeit verkürzt sich aber zusätzlich die Bezugsdauer um deren Dauer.