Glossar
Kurzarbeitergeld
Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit zum Erhalt gefährdeter Arbeitsplätze

Durch das Kurzarbeitergeld soll ein gefährdeter Arbeitsplatz erhalten bleiben. Dies ist Zweck dieser Leistung im Rahmen der Arbeitsförderung nach dem SGB III und nicht die finanzielle Sicherung der einzelnen Arbeitnehmer bei Kurzarbeit. Das Arbeitsamt gewährt dem Betroffenen Kurzarbeitergeld nach Maßgabe der §§ 169 Nr. 1-4 bis 170 bis 174 SGB III. Dies, sofern wirtschaftliche Gründe wie Kapitalmangel, Auftragsrückgang oder Absatzschwierigkeiten vorliegen und soweit eine wirksam eingeführte Kurzarbeit im jeweiligen Betrieb aufgrund unvermeidbaren Arbeitsausfall oder unabwendbare Ereignisse, wie Witterungsschäden oder unverschuldeten Brandschäden, unter Vorliegen der weiteren betrieblichen und persönlichen Voraussetzungen nach Anzeige des Arbeitsausfalls zu gewähren ist.

Sofern keine entsprechende tarifvertragliche, individualrechtliche oder betriebliche Regelung zur Einführung von Kurzarbeit vorliegt, muss dies gesondert mit dem Arbeitgeber vereinbart werden. Für Verheiratete mit einem Kind beträgt die Höhe des Kurzarbeitergeldes 67% der sogenannten Nettoentgeltdifferenz, für die übrigen Arbeitnehmer 60% dieser Nettoentgeltdifferenz. Längstens bis zu 6 Monaten wird Kurzarbeitergeld bezahlt.