Glossar
Aufwendungsersatz
Anspruch des Arbeitnehmers auf Ersatz von Aufwendungen, die für die Arbeitstätigkeit erforderlich sind...

Der Arbeitnehmer hat gegen den Arbeitgeber Anspruch auf Ersatz von Aufwendungen, die er im Hinblick auf das Arbeitsverhältnis für erforderlich halten durfte und die nicht durch die Arbeitsvergütung abgegolten sind. Zu "Aufwendungen" in diesem Sinne gehören auch Sach- und Vermögensschäden des Arbeitnehmers, die der Arbeitnehmer erleidet, während er seiner Arbeitstätigkeit nachgeht.

Zu beachten ist, dass ein Aufwendungsersatz jedoch nur dann besteht, wenn Auslagen getätigt wurden, die für die Arbeitsausführung notwendig sind. Hierzu gehören Dienstfahrten. Nicht hierzu gehören Fahrten von der Wohnung zur Arbeitsstätte. Letztere Kosten sind nur erstattungsfähig, wenn der Arbeitgeber diese Kosten freiwillig übernimmt.

Zu denken wäre beim Aufwendungsersatz auch an Vorstellungskosten, Arbeitsmaterial sowie Aufwendungen für Bewirtung und Verpflegung. Eine Pauschalierungsvereinbarung ist möglich. Regelmäßig ist es so (jedenfalls in größeren Betrieben so), dass typischerweise vorkommende Auslagen für Reisen (Fahrtkosten, Spesen, Abwesenheitsgeld, usw.) durch Pauschbeträge, etwa Kilometergeld, abgegolten werden.

Parallel gilt dasselbe bei der Ersatzpflicht für Schäden, die der Arbeitnehmer im Hinblick auf das Arbeitsverhältnis erleidet. Schäden bei der Benutzung des Pkw auf der Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstelle gehören jedoch zum Privatbereich des Arbeitnehmers, ebenso wie das Abstellen des Pkw auf dem Firmenparkplatz. Setzt der Arbeitnehmer beispielsweise seinen Pkw auf Wunsch des Arbeitgebers zu einer Dienstfahrt ein (Weisung des Arbeitgebers) oder ist dies aufgrund betrieblicher Veranlassung unabdingbar, dann sind Schäden, die während diesen Fahrten entstehen, ersatzfähig.